Keine Angst vor Lampenfieber

Sind Sie auch aufgeregt bei Präsentationen und Vorträgen? Ihnen bricht der Schweiß aus, die Stimme zittert? Das ist ganz normal, das geht den meisten Menschen so! Und es gibt einfache Maßnahmen, durch die Sie Ihr Lampenfieber zumindest besser in den Griff kriegen können.

Ganz wichtig:
Eine gute Vorbereitung

Bereiten Sie Ihren Vortrag vor, überlegen Sie genau, was Sie erzählen wollen.
Und überlegen Sie sich, wie Sie es erzählen wollen. Also denken Sie nicht nur an die Fakten, sondern bauen Sie auch eine Dramaturgie ein, Witze, Geschichten („Storytelling“) – was auch immer passt.

Üben Sie den Vortrag mehrmals. Laut, nicht nur in Gedanken.
Wenn es um eine wichtige Sache geht, dann üben Sie auch vor Publikum (Freunde oder Kollegen; Familienmitglieder eignen sich meist nicht so gut).
Der Vortrag muss richtig sitzen.

Visualisieren Sie Ihren Vortrag. Stellen Sie sich vor, wie Sie vor dem Publikum stehen und Ihre Präsentation halten. Entwickeln Sie gedanklich einen Film Ihres perfekten Auftritts.

Stellen Sie sich auch vor, wie es wäre, wenn Sie husten müssen, den Faden verlieren, oder sonst etwas schiefgeht. Was würden Sie dann tun? Was würden Sie sagen, wie könnten Sie z.B. mit einem Witz über die Situation hinwegkommen?
Indem Sie diese Problemsituationen in Gedanken schon mal durchleben und Reaktionsmöglichkeiten durchspielen, haben Sie im Ernstfall einen Plan, was Sie tun können.

Sie finden das jetzt vielleicht banal und halten die Vorbereitung für eine Selbstverständlichkeit – das ist sie aber leider nicht.

Immer wieder begegnen mir Leute, die sich nur einen groben Plan für ihre Präsentation gemacht haben und dann mit einem Stichwortzettel vor dem Publikum bzw. den Geschäftspartnern stehen. Da ist es dann kein Wunder, wenn sie unsicher sind und ins Schleudern kommen. Und keinen guten Eindruck hinterlassen.

Eine gute Vorbereitung gibt Sicherheit, da Sie wissen, dass inhaltlich nicht allzu viel schief gehen kann. Und das reduziert das Lampenfieber schon mal ganz erheblich.

Vermeiden Sie Stress

Fahren Sie rechtzeitig zum Veranstaltungsort, damit Sie auch bei Stau oder Verspätung der Bahn immer noch zeitig vor Ort sind.

Schauen Sie sich die Räumlichkeiten möglichst schon mal an, bevor das Publikum ankommt.
Wo werden Sie stehen? Wo ist der Beamer, Flipchart etc. ? Ist das Rednerpult richtig eingestellt?Wie ist das Licht?
Probieren Sie technische Geräte aus, ob alles funktioniert.
So können Sie eventuell noch Änderungen vornehmen.

Direkt vor dem Vortrag

Kommen Sie ausgeruht zu der Veranstaltung, damit Sie voll konzentriert und fokussiert sind.

Tragen Sie bequeme Kleidung!
Die neuen Schuhe sehen vielleicht schick aus, aber wenn Ihnen die ganze Zeit über die Füße wehtun, dann lenkt Sie das unnötig ab, dann ist ein Teil Ihrer Aufmerksamkeit immer bei diesem Problem. Das Publikum merkt, wenn Sie sich nicht wohlfühlen – auch wenn die den Grund nicht kennen.

Wärmen Sie Ihren Körper und Ihre Stimme auf. Hinter der Bühne oder in einem Nebenraum, wo Sie keiner sieht.
Machen Sie es wie die Profis, recken und strecken Sie Ihren Körper, damit er locker wird.
Stimmübungen wie leises Singen oder Summen machen die Stimme geschmeidig.
Trinken Sie viel, aber nichts Eiskaltes und nichts Kohlensäurehaltiges. Ich empfehle Salbeitee.

Während des Vortrags

Suchen Sie sich freundlich gesinnte Menschen im Publikum, die Sie angucken können, sobald Sie unsicher sind. Manche Redner platzieren vertraute Menschen im Publikum, deren Aufgabe es dann ist, ihnen aufmunternd zuzulächeln.
Sie sollen natürlich nicht nur diese Vertrauten anstarren, sondern Ihren Blick im Publikum herum schweifen lassen. Aber es ist beruhigend, solche eine positive „Basis“ zu haben.

Sie sich versprochen? Machen Sie sich nicht verrückt! Das ist nicht schlimm!
Oft merkt das Publikum das nicht einmal.
Falls doch, dann wirkt das authentisch, menschlich und sympathisch, solange Sie locker damit umgehen.
Und dann: einfach weitermachen.
Sollten Sie den Faden total verloren haben, dann gehen Sie noch mal ein paar Sätze in Ihrem Vortrag zurück und setzen Sie dort neu an.

Gehören Sie zu den Menschen, die dazu neigen während des Präsentierens zu schnell zu sprechen? Eine kleine Übung hilft da: stellen Sie sich vor, Sie würden Freunden Ihr Thema erklären. Sie würden ihnen von Ihren tollen Erkenntnissen erzählen. Beim Erzählen sind Sie automatisch langsamer und entspannter als beim Vortragen. Außerdem wirkt das dann auch viel natürlicher.

Fazit:

Das wichtigste Mittel gegen Lampenfieber ist meiner Meinung nach eine gute Vorbereitung.
Zusätzlich sorgen Sie so gut wie möglich dafür, dass Sie sich vor und während der Präsentation wohl fühlen.

Haben Ihnen diese Tipps weitergeholfen?
Über ein Feedback würde ich mich freuen.

Ihre

 

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