Keine Angst vor Smalltalk

SmalltalkKennen Sie das: Sie sind bei einem Netzwerktreffen oder einer Party und kennen niemanden? Und es fällt Ihnen schwer mit den wildfremden Menschen ins Gespräch zu kommen? Das ist ein total blödes Gefühl.
Aber was tun, wenn Sie nicht den ganzen Abend – festgeklammern an Ihr Sektglas – alleine rumstehen wollen?Hierzu ein paar Tipps:

Der Gesprächseinstieg
Beim Small talk ist es völlig in Ordnung, das Gespräch mit etwas ganz Banalem anzufangen!
Der Klassiker: das Wetter. Ob es regnet, stürmt oder die Sonne scheint … über das Wetter kann man immer was sagen.

Ein anderer beliebter Gesprächseinstieg ist eine Anmerkung zu den Räumen, in denen man sich gerade befindet. Die Architekur, die schönen Bilder an der Wand, der grüne Aussenbereich – da lässt sich immer was finden.

Oder wenn Sie an Ihrem Gegenüber irgend etwas Auffälliges bemerken, ein schönes Schmuckstück oder das allerneueste Smartphone: sprechen Sie die Person darauf an – schon sind Sie mitten im Small talk.

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal passiert, dass jemand Sie angesprochen hat mit den Worten: „Kennen wir uns nicht irgendwoher?“ Möglicherweise hat derjenige sich tatsächlich an Ihr Gesicht erinnert – vielleicht war das aber auch nur eine Floskel zum Gesprächseinstieg.

Das weitere Gespräch
Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie hochphilosophische Beiträge zum Gespräch leisten. Im Gegenteil, beim Small talk ist es ganz üblich, eher oberflächliche Themen anzusprechen – daher auch „small“. Eben das kleine Gespräch, bei dem es weniger um Informationsvermittlung geht als um das Signal an den Anderen: ich finde Dich interessant und Du bist mir sympathisch.

Anekdoten und Witze
Wenn Ihnen so etwas liegt, können Sie sich auch ein Repertoire an kleinen Anektdoten oder Witzchen aneignen. Die können Sie dann bei passender Gelegenheit zum Besten geben und haben die Aufmerksamkeit und die Lacher auf Ihrer Seite. Aber Vorsicht:  auf die richtige Dosis und den passenden Zusammenhang achten. Jemand, der den ganzen Abend einen Witz nach dem anderen erzählt, wirkt nicht sehr seriös und geht den Leuten eher auf die Nerven.

Tabuthemen
Wie schon gesagt, beim Small talk werden eher oberflächliche Themen besprochen. Tiefergehende Diskussionen mit Menschen, die man nicht oder kaum kennt, sollte man möglichst vermeiden. Da kann die Stimmung der ganzen Veranstaltung sehr schnell kippen, und das sollte man weder sich selbst noch den Gastgebern antun.

Als Tabuthemen gelten in der Regel Politik,  Religion, Krankheiten, Geld und Sex.
Von dieser Regel gibt es natürlich Ausnahmen. Wenn Sie auf einer Parteiveranstaltung sind, dann kann Parteipolitik sicherlich ein Thema sein. Und wenn Sie bei einer Diabetiker-Selbsthilfegruppe sind, dann können Sie selbstverständlich über diese Krankheit sprechen. Aber selbst dann sollten Sie es vermeiden, zu tief in Ihre persönliche Geschichte einzusteigen.

Die nichtverbalen Signale
Achten Sie darauf, dass Ihre Körpersprache selbstbewusst, freundlich und offen wirkt.

Und ganz wichtig: Lächeln Sie!

Wenn Sie unsicher sind und nicht wissen wohin mit Ihren Händen: auf keinen Fall in die Hosentaschen stecken. Beschäftigen Sie Ihre Hände, z.B. indem Sie ein Weinglas halten, oder nehmen Sie eines der rumliegenden Flugblätter in die Hand.

Und versuchen Sie, nicht ständig an sich rumzuzuppeln. Also nicht mit den Haaren spielen, am Ohr zupfen oder den Sitz der Halskette kontrollieren. Das wirkt unsicher und unsouverän.

Auch die Körperhaltung ist wichtig. Also: aufrecht stehen, Kopf hoch, Offenheit und Gesprächsbereitschaft signalisieren.

Ihre die Stimme sagt einiges über Sie aus. Versuchen Sie, nicht zu hoch zu sprechen. Und nicht zu schnell.
Auch die richtige Lautstärke ist wichtig. Laut genug, dass Ihr Gegenüber Sie gut versteht, aber nicht so laut, dass Sie die Nachbargrüppchen stören – das ist manchmal in einer großen Gesellschaft gar nicht so einfach hinzukriegen.

Wenn es gar nicht geht…
dann gehen Sie!
Wenn Sie merken, dass heute einfach nicht Ihr Tag ist; wenn Ihnen die Leute nicht gefallen; oder wenn Sie sich in der Runde einfach fehl am Platz fühlen – dann sollten Sie sich selbst (und den anderen) einen Gefallen tun und die Veranstaltung verlassen.
Brechen Sie das lieber ab, als dass Sie sich den ganzen Abend quälen und den anderen Leuten womöglich auch noch negativ in Erinnerung bleiben.
Sie müssen niemandem gegenüber ein schlechtes Gewissen haben. Es ist Ihr gutes Recht zu gehen, wenn Sie sich nicht wohlfühlen!

Aber natürlich wünsche ich Ihnen, dass das nicht nötig sein wird. Sondern ich hoffe, dass Sie mit diesen kleinen Tipps keine Scheu mehr vor Small talk haben und sich fröhlich auf dieses kleine Ritual einlassen. Denn aus Small talk-Kontakten können die wundervollsten Freundschaften und die nettesten Geschäftskontakte entstehen.

Ihre
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