Worte

Und deshalb:
achte auf Deine Worte
vor allem auf die Sorte derer,
die verletzen,
die Menschen entsetzen,
die Nationen
auseinander dividieren
ohne sich für Unwahrheiten
zu genieren.

Und deshalb:
achte auf Deine Worte
und wähle eine Sorte,
die Menschen
vielleicht sogar beglückt,
in denen sich Respekt
nicht allzu sehr versteckt.

Und deshalb:
achte auf Deine Worte,
denn Worte können heilen
und also lass uns doch verweilen
im Nachdenken,
im Sinnieren,
denn gute Worte
brauchen Zeit.

Worte
berühren,
verführen,
betören
und zerstören.

Worte
verletzen
und können heilen
mal eilen sie von Herz zu Herz,
kritisieren
und verursachen Schmerz.

Worte
phantasieren,
dirigieren,
schwadronieren,
kontrollieren,
insistieren,
faszinieren,
aktivieren.

Worte
bringen gute Ziele zum Sieg,
gewinnen
und nehmen Abschied.

Worte
formen Beziehungen
und auch wenn es Dich bedrückt,
sie entscheiden dadurch über Glück
und Unglück.

Worte
weisen Dich in Deine Schranken
oder lassen Dich Gedanken tanken.

Worte
kannst Du wörtlich nehmen
und deshalb achte
auf Deine Worte.

Also los:
machen wir die Welt
zu einem besseren Ort.
Und am Anfang,
am Anfang
steht das Wort.

 

Der Rhetorikexperte René Borbonus  (www.rene-borbonus.de) hat einen seiner Vorträge mit diesem Gedicht über die Macht der Worte beendet.
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=o10DgngXr3g

Dieses Gedicht finde ich so beeindruckend und nachdenkenswert, dass ich es Ihnen hier aufgeschrieben habe.
Hat Ihnen das Gedicht auch so gut gefallen?

Ihre

 

 

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