Storytelling: persönliche Geschichten sollten unbedingt wahr sein

Unglaube, Enttäuschung, Wut – dies sind meist die Reaktionen von Freunden, Kollegen und Kunden, wenn sie erfahren, dass die Story, die jemand über seinen Werdegang erzählt hat, erlogen ist.

Da ist der Coach, der von einem schweren Schicksalsschlag betroffen war und diese Krise schließlich gemeistert hat. Und der diese Erfahrung dann als Kernkompetenz vermittelte und anderen Betroffenen mit gleichen Problemen half. Er war damit erfolgreich, galt als Experte und war mit „seinem“  Thema auch in den Medien präsent.

Oder die Bloggerin, die aufgrund einer schweren Erkrankung und der wundersamen Heilung zu Gott gefunden hatte. Die dann einen sehr erfolgreichen christlichen Blog betrieb und von ihrem Blog und den damit zusammenhängenden Aktivitäten gut leben konnte.  Und die es  zu einer gewissen „Berühmtheit“ brachte.

Und dann stellte sich heraus, dass das alles erlogen war.

Beim Coach war es ein Kollege, der die Geschichte nicht so richtig glauben wollte, da seinem Empfinden nach das Auftreten und Verhalten des Coaches nicht zur angeblichen Lebenskatastrophe passte.  Also hat er nachgeforscht, Menschen aus dem näheren Umkreis des Betreffenden befragt, den Lebenslauf geprüft. Und es stellte sich heraus, dass dieser angebliche Schicksalsschlag komplett erfunden war.

Bei der Bloggerin war es ein Unfall, durch den alles herauskam. Bei der Behandlung der Unfallfolgen wurde den Ärzten und den ihr nahestehenden Menschen  aufgrund der medizinischen Ergebnisse klar, dass es die angebliche lebensbedrohliche Erkrankung nie gegeben haben konnte.

In beiden Fällen war die Reaktion des Umfeldes sehr heftig.
Alle, die die jeweilige Story geglaubt und ihr Vertrauen darauf aufgebaut hatten, waren enttäuscht, manche sogar wütend. Sowohl der Coach als auch die Bloggerin wurden in den Sozialen Medien und natürlich auch im beruflichen und privaten Umfeld für ihre Lügen scharf kritisiert. Sie hatten ihre Reputation total verspielt, viele ehemals enge Vertraute brachen den Kontakt ab.

Der Coach hat nach der Enthüllung seiner Lüge seine Coaching-Praxis aufgegeben. Er ist ins Ausland gegangen und arbeitet dort jetzt in der Gastronomie.

Die Bloggerin hat sich wortreich bei ihren Fans entschuldigt, und nach einer mehrwöchigen Pause hat sie weitergebloggt. Sie ist mit ihrem Blog immer noch aktiv, hat aber das Vertrauen vieler Menschen verloren.

Fazit: wenn Sie persönliche  Stories erzählen, die als Reputation für Ihr Business dienen, dann sollten  die Geschichten auch wirklich wahr sein.
Denn wenn Sie beim Lügen ertappt werden, hat das fatale Auswirkungen auf Ihren Ruf und auf Ihr Business.

Außerdem stelle ich es mir als sehr belastend vor, wenn man mit dieser Lüge lebt und ständig Angst vor Entdeckung haben muss.

Ihre

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